Jörn Daberkow

Film: Arrival

Heute habe ich ihn gesehen. Arrival. Schon der erste Trailer machte mich neugierig. Wegen der Raumschiffe. Und weil ich das Genre Science Fiction mag. Als ich im iTunes-Store das günstige Leihangebot sah, hab ich sofort zugegriffen. Nun stellte sich nur noch eine Frage: gelungene Ankunft, oder Bruchlandung? Eine Stunde und 57 Minuten später wusste ich es …

Ja, es ist ein Science Fiction Film. Irgendwie. Das unvermeidliche amerikanische Militär durfte auch wieder mitspielen. In einer Nebenrolle. So wie die Raumschiffe. Es gibt auch Außerirdische und man sieht sie sogar – und es gibt das Element „Zeit“. Aber all das ist letztlich nur eine nebensächliche Facette der Geschichte …

In einigen Rezensionen wird ab und an auf „Contact“ verwiesen. Ich besitze den Film und kenne ihn sehr gut. Ich finde nicht, dass es hier Ähnlichkeiten gibt.

Arrival ist ein Science Fiction Film, dessen Schwerpunkt ganz woanders liegt. In einer einfachen Frage und einer Entscheidung. „Wenn du dein ganzes Leben von Anfang bis Ende sehen könntest – würdest du etwas ändern?“ Für den, der gefragt wurde, ist es bestenfalls eine hypothetische Betrachtung. Für die Fragestellerin nicht. Sie sieht Vergangenheit und Zukunft ganz real mit einem Blick. Sie weiß (so ähnlich wie der ahnende Zuschauer) was war und was kommt. Und sie kennt die Konsequenzen. Trotzdem trifft sie eine Entscheidung, die der Gefragte viel später nicht gutheißen wird.

Das Ganze wurde emotional so gelungen verfilmt, dass ich recht angeschlagen in die Realität zurückkehrte.

Was ich nun tun werde? Warten. Ich kann jetzt auch in die Zukunft sehen. In Arrival kommen keine schweren Waffen zum Zug. Es gibt kaum bis keine Action. Das ist die beste Garantie für einen schnell fallenden Preis. Und ich weiß noch etwas: Ich werde zur Stelle sein und Arrival für kleines Geld kaufen. Darauf freue ich mich.

Jörn Daberkow

Kategorien Weltliches

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetisches Codes und keine freie Entscheidung.

13 Kommentare zu “Film: Arrival

  1. Habe den Film auch vor ein paar Wochen geguckt – fand ihn psychologisch ganz interessant, und habe mich gefreut, dass es ein SF-Film ohne große Action war, den ich aber trotzdem nicht als langatmig empfunden habe.

    • Jörn Daberkow

      Hey Ulf,

      genauso ging es mir auch. Sehr wenig Action und trotzdem eine schöne Handlung der man gerne folgt. Freut mich, dass Arrival dir auch gefallen hat!

  2. Schließe mich da gerne an! Deine Rezension trifft es gut. Aber packe evtl. eine Spoilerwarnung an das Ende 😉

  3. Ich muss ihn endlich auch sehen – während er im Kino lief haben meine Freundin und ich es einfach nicht geschafft … Oh, ich sehe grad, dass man ihn auf Amazon leihen kann – der Abend ist gerettet 😉

    • Jörn Daberkow

      Hey Patrick,

      und? Hat euch der Film gefallen? Ich konnte gestern nicht antworten, weil ich den ganzen Tag fotografisch unterwegs war (eine Hochzeit).

      • Habe ihn mir alleine angeschaut und wurde gut unterhalten. War mal was anderes, wie ich finde. Ruhig. Aber ich mag die Thematik auch einfach!

        Ja, die Hochzeitsfotografie – hat es dir Spaß gemacht? Ich stelle mir das stressig vor wegen der Verantwortung – beim Fotografieren des küssenden Brautpaares und der Ringübergabe hat man ja nur eine Chance 🙂

        • Jörn Daberkow

          Hi Patrick,

          ja, das ist ein ruhiger Film. Ich mag die Thematik auch – und in diesem Fall die ruhige Stimmung.

          Hochzeitsfotografie hat wirklich stressige Momente. Wie du schon sagst: Bei all den wichtigen Augenblicken hat man nur eine Chance. Ich hatte zum Glück schon mehrere Hochzeiten fotografiert und bislang ist alles gut gegangen. Kann aber theoretisch auch mal daneben gehen. Wenn man sich nicht frei positionieren kann z. B. Oder wenn dir Leute im wichtigsten Moment vor die Kamera laufen. Das möchte ich nicht erleben …

  4. Woltaire

    Hallo Jörn,

    Ich hatte mir den Film mit geringer Erwartungshaltung angesehen und wurde positiv überrascht. Vielleicht eine Spur zu langatmig, aber unbedingt sehenswert.

    SF ist ja wieder ein bisschen im Aufwind. Star Trek Discovery startet im Herbst, Blade Runner ist zurück und ein paar andere Werke stehen ja auch in den Startlöchern. Bis dahin vielleicht mal „Moon“ ansehen …

    • Jörn Daberkow

      Hi Walter,

      langatmig fand ich Arrival zu keiner Zeit. „Star Trek Discovery“? Wusste ich noch nicht! Auf Blade Runner 2049 freue ich mich sehr! Das ist leider ein Film, bei dem ich meine sehr hohe Erwartungshaltung kein bisschen runterschrauben kann.

  5. woltiare

    Ja, neue Serie. Im richtigen Universum.

    • Jörn Daberkow

      Hab gerade 2 Tailer gesehen. Wahnsinn, ist völlig an mir vorbeigelaufen! Scheint in der Vergangenheit der Serie zu laufen. Aber cool!

  6. „Arrival“ gehört zurecht zu den anspruchsvollen Filmen, die zum Nachdenken animieren. Dass der Streifen es bis Platz 5 in den Kinocharts schaffte, verwundert mich. Egal, nun bin ich ein Fan von Amy Adams geworden und siehe da: Ihr zweiter Film aus dem letzten Jahr „Nocturnal Animals“ ist der pure Wahnsinn! Zusammen mit dem hochkarätigen Schauspieler Jake Gyllenhaal hat sie einen Film gedreht, der unter die Haut geht. Ein Film, dessen Ende zum Grübeln veranlasst. Ein Film, der fesselt.

    • Jörn Daberkow

      Hi Will,

      das mit dem 5. Platz wusste ich gar nicht. Was Nocturnal Animals betrifft: Wusste ich auch nicht. Der Trailer scheint mir etwas verstörend … Ich werde den Preis mal beobachten und mir den Film womöglich ausleihen. Wenn die Stimmung mal passt. 🙂

      Jörn

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