Jörn Daberkow

Film: Batman v Supermann

Superhelden haben mich immer begeistert. Schon als kleiner Junge. Damals nur in Comic-Form. Nicht als Film. Dafür gab es früher weitaus mehr Helden. Wer kennt noch Magnus den Robotkämpfer, Spawn, oder Aquaman?

Vorsicht an alle, die den Film noch nicht gesehen haben. Hier wird gespoilert!

Supermann war für mich immer der langweiligste aller Superhelden. Der gewinnt ja immer. Öde. Nun hat mich Batman eines Besseren belehrt. Er schafft es tatsächlich, Supermann zu bezwingen. Nur Lois Lane ist es zu verdanken, dass Supermanns Geschichte an dieser Stelle doch noch nicht endet …

Lois Lane wird übrigens von Ami Adams gespielt. Die hat mich schon in Arrival überzeugt.

Ich kenne die Nolan-Trilogie über Batman sehr gut. Die war stellenweise recht düster. In der hier besprochenen Zack Snyder Version von 2016 gefällt mir Batman (gespielt von Ben Affleck) allerdings deutlich besser. Bruce Wayne tritt in seiner öffentlichen Existenz als Milliardär erheblich selbstbewusster auf und ist folglich auch als Batman merklich kompromissloser. Für die Rolle scheint mir das die glaubwürdigere Variante zu sein. Auch die „Spielzeuge“, mit denen es Batman zuweilen krachen lässt, wirken hier wesentlich besser.

Und es gibt noch mehr Unterschiede. Während in den Nolan-Verfilmungen Lucius Fox für die von Batman genutzte Technik verantwortlich war und Alfred die Rolle des gutmeinenden Butlers ausfüllte, ist in der Snyder-Version Alfred für beides zuständig. Er ist Butler, Freund der „Ein-Personen-Familie“ und Techniker. Der handelnde Personenkreis ist damit etwas komprimierter. Die Schauplätze müssen weniger wechseln.

Jesse Eisenberg hat die Rolle des bisweilen wahnsinnigen Lex Luthor übernommen. Böser ist in diesem Film kein Mensch. Für mich ist dies seine bislang beste Rolle, wobei ich ihn auch schon in „The Social Network“ sehr gut fand.

So überzeugend die Handlung bis zum finalen Showdown zwischen Batman und Supermann war, so kippt sie leider dann, als es um die gemeinsame Bekämpfung des Endgegners geht. Hier wird es – in meinen Augen – ähnlich übertrieben, wie in der ersten Supermann-Verfilmung (Man of Steel) von Zack Snyder, die zu Beginn geniale Momente hatte, dann aber furios beschissen zu Ende ging. Ähnlich ist es leider bei Batman v Supermann. Die Monsterschlacht ist einfach zu weit „drüber“ weg. Das ganze Geballer. Die „Explosionen“. Was alles kaputt geht. Es ist nur noch (bl)öde. Ab hier hätte der Film auch „Materialschlacht v keine Ideen“ heißen können. So gesehen können die Nolan-Verfilmungen auch heute noch überzeugen. Auch wenn der dort gezeigte Batman weitaus unsicherer in seinen Entscheidungen war.

Was bleibt? Definitiv Ben Affleck. Der hat mich als Batman überzeugt. So sehr, dass ich auf weitere „Fledermausfilme“ mit ihm hoffe. Supermann braucht aber nicht dabei zu sein …

Jörn Daberkow

4 Comments on “Film: Batman v Supermann

  1. Volle Zustimmung, was Superman betrifft, der ist im Film und als Comic völlig überflüssig. Während mich Batman die meiste Zeit meines Comic/Comic Film Lebens überzeugt hat, war ich niemals ein “Fan“ von Superman.

    Ich komme ja noch aus der 60/70 Jahre Comic Fraktion, aber Superman … :-((

    Die Nolan Verfilmungen sind meiner Meinung nach die besten Batman Verfilmungen schlecht hin, bisher …

    Diesen Film habe ich allerdings nicht gesehen, wie gesagt, Superman … :-((

    • Hi Michael,

      wenn du kannst, schau dir diesen Film mal an. Ich könnte mir vorstellen, dass dir dieser Batman auch besser als der aus der Nolan-Reihe gefällt.

      Jörn

  2. Hallo Jörn,

    mich schrcckte bisher Superman ab, mir diesen Film azuschauen, bei „Batman v Irgendjemand“ hätte ich bestimmt schon ein Auge riskiert.

    Man of Steel war für mich vergeudete Lebenszeit, selten so einen unsinnigen Film gesehen. Deshalb bin ich immer noch hin und hergerissen.

    Die Dark Knight Trilogie fand ich mit das Beste, was jemals unter mit einem Batman verfilmt wurde.

    Was das sinnlose Geballere angeht – hier fand ich es echt gut, dass Blade Runner 2049 sehr zurückgenommen war und dort Bilder lange stehen blieben.

    Viele Grüße,

    Heiko

    • Hallo Heiko,

      wir sind uns einig. Man of Steel fand ich schon krass doof. Schade aber, denn den der Beginn war viel versprechend. Blade Runner 2049 werde ich mir holen, wenn der Preis etwas runtergegangen ist. 16,99 Euro zahle ich dafür nicht.

      Jörn

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