Film: Justice Leaque

Und wieder Batman. Aber nicht mehr allein. Und nicht mehr gegen Superman. Andere sollen Prügel einstecken. Reicht das für einen Film? Ich habe mir das mal angesehen …

Wir waren zu viert im Kino. Unsere Männerurlaub-Runde. Anjo, Dorian, Torsten und ich. Dabei hatten wir einen Eimer salziges Popcorn und eine positive Grundstimmung – sprich: Wir haben uns auf den Film gefreut.

Batman war diesmal auch in Gesellschaft. Er hat sich ein Team zusammen gestellt, weil da ein Problem auf ihn zukam, das er nicht allein bewältigen konnte. Ich spare mir hier den Spoiler. Zum Team möchte ich aber was sagen. Das bestand aus …

  • Aquaman
  • Batman
  • Cyborg
  • Flash
  • Wonder Woman

Und der jüngst verstorbene Superman (Ooops. Sorry für den Spoiler)

  • Aquaman war eine Art volltätowierter Bademeister-Rocker. Hier nicht mit Motorrad, dafür mit dreizackigem Speer.
  • Batman schien mir in diesem Film etwas blasser. Im übertragenen Sinne zu glatt rasiert.
  • Cyborg fand ich super! Viel besser, als sein Marvel-Pendant Iron Man (der dafür lockerer, aber auch nervig amerikanisch rüberkommt)
  • Flash? Er hatte die jugendliche Rolle. Schade irgendwie. Warum muss es in solchen Teams immer einen Witzbold / unerfahrenen Helden geben? Das hat schon Green Lantern nicht gut getan.
  • Wonder Woman kennen wir schon aus dem vorigen Batman mit Ben Affleck. In einer halbwegs glaubwürdigen Rolle und recht nett anzusehen.

Hat mir der Film gefallen? Ich fand ihn OK. Wie so oft und wie schon im Batman-Film davor, wäre hier weniger mehr gewesen. Mir war das alles zu gewaltig. Die Explosionen. Die Kräfte. Die Effekte.

Ist es denn so schwer, mal einen „normalen Superhelden“ zu zeigen? Einen, der nur ein kleines bisschen stärker als der stärkste Mann der Welt ist? Einen, der nur ein bisschen schneller laufen kann, als der Rest dieses Planeten? Und gern auch einen, der sich nicht immer für seine amerikanischen Mitmenschen (Zivilisten!) aufopfert, selbstverständlich an Gott glaubt und alles für seine Mama tun würde? Und vielleicht könnte man bei dieser Gelegenheit auch gleich die Effekte, die Explosionen und die Gefahr noch etwas reduzieren. So um 80 % Das wird für den Anfang genügen.

Mich ödet das an. Noch so ein Film und ich warte bis der  nächste derartige „Streifen“ bei iTunes im Leihangebot ist. Aber nur für 0,99 Cent. Vielleicht schaue ich das dann an. Vielleicht aber auch nicht.

Aber gut, das Kino war vermutlich nicht ohne Grund brechend leer.

Jörn Daberkow

4 Comments on “Film: Justice Leaque

  1. Ich glaube, dass Du den tiefen Sinn der amerikanischen Kultur nicht verstehst. Es ist eine Nation von Guten, die sich immer für das Gute aufopfern, jedem anderen Land die Vorzüge einer freien Demokratie näher bringen wollen und überhaupt die Welt zu einem besseren Ort machen wollen.

    Das solltest Du bei Deiner Analyse fairerweise berücksichtigen.

    • Moin Torsten,

      dann hoffen wir mal, dass alle, die hier mitlesen, für Ironie empfänglich sind …

      Jörn

    • “Ich glaube, dass Du den tiefen Sinn der amerikanischen Kultur nicht verstehst.“

      You made my Day … Sinn und amerikanische Kultur … LOL

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