Fujifilm X100F

Fujifilm X100F – Fazit nach 4 Monaten

Seit dem Kauf meiner Fujifilm X100F sind fast 5 Monate vergangen. Ich möchte hier mal davon berichten, wie sich mein Verhältnis zur Kompaktkamera aus Japan entwickelt hat.

Wann immer ich zum Fotografieren nach draußen gehe, habe ich die X100F dabei. Nur die X100F. Das sagt eigentlich schon alles. Die Einschränkung der festen Brennweite sind mir immer bewusst. Es ändert aber nichts. Es ist im Gegenteil so, dass ich diese Tatsache immer weniger als Einschränkung wahrnehme – weil es mir zunehmend gelingt, mich auf 35mm einzulassen. Letzteres kann man sich zwar wünschen, nur lässt es sich nicht erzwingen. Bei mir hat es ziemlich lange gedauert. Inzwischen beginne ich aber doch „in 35mm zu sehen“ – soll heißen, dass ich einen anderen Blick bekomme. Eben den, der mich Motive in der passenden Distanz finden lässt. Für mich fühlt sich das gut an. Mit einer vollen Kameratasche guckt man irgendwie anders. Eben mit allen Brennweiten, die man dabei hat.

Die „mechanische Art der Fotografie“ mit der X100F fasziniert mich nach wie vor. Da vor allem das große Rad, mit dem die Blende gewählt wird. Es ist eine Freude, diesen Ring zu drehen. Das Einrasten fühlt sich hochwertig an und wird von einem entsprechenden Klick-Geräusch begleitet. Für mich ist allein das ein Genuss. Und dann natürlich die Kamera selbst. Die fühlt sich einfach edel an. Neben dem verwendeten Material dürfte das auch ihrem (für die Größe) hohen Gewicht geschuldet sein.

Meine X100F ist derzeit auf Autofokus konfiguriert. Und ISO 200. Ja, man kann auch gut mit höheren ISO-Werten fotografieren. Man sieht es kaum, aber man sieht es eben doch, wenn man in die 100-Prozent-Ansicht geht. Das ist auch bei meiner EOS 6D der Fall – und die ist in Sachen High-ISO sehr stark. Wer von beiden in einem ISO-Battle gewinnt? Ich würde mich da auf keine Wette einlassen.

Was den Sucher betrifft, hat man bei der X100F die Wahl. Es gibt einen optischen und einen elektronischen Sucher. So hell und klar die optische Version ist – ich habe mich längst auf das elektronische Pendant festgelegt. An den habe ich mich sogar so gut gewöhnt, dass ich nicht mehr darauf verzichten möchte. In der Regel bekomme ich optimal belichtete Bilder. Weil ich das Ergebnis schon im Sucher sehe. Bevor ich abdrücke. Und wenn man vereinzelt keine optimale Belichtung findet, genügt es zumeist, die Kamera leicht nach oben oder unten zu schwenken. Der Lichteinfall ändert sich dann oft so, dass man eben doch wieder eine gute Belichtung findet.

Um es ganz klar zu sagen: Für mich ist die X100F ein Fotoapparat, den ich nicht wieder hergeben möchte.

Jörn Daberkow

PS: Wie es zum Kauf der X100F kam

2 Kommentare zu “Fujifilm X100F – Fazit nach 4 Monaten

  1. Hallo Jörn,

    das klingt ja nach Begeisterung pur. Ich hatte die Kamera zwar noch nicht in der Hand, aber die Berichte und vor allem die Bilder begeistern schon. Ein Punkt, der immer wieder angeführt wird, ist das Einlassen auf die eine Festbrennweite. Ich kann das gut nachvollziehen, denn nach anfänglichen Problemchen mit meinem 23er nutze ich die Brennweite inzwischen sehr gerne. Und ja, ich denke immer wieder mal über die X 100f nach.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß mit der Kleinen und freue mich auf gelegentliche Zeilen zum Sachstand 🙂

    Gruß aus LEV

    Klaus

    • Jörn Daberkow

      Hi Klaus,

      ja, die Begeisterung ist ungebrochen. Für mich ist die X100F eine großartige Kamera. Das mit dem Festbrennweiten-Umgang ist mir nicht leicht gefallen. Deutlich schwerer, als gedacht. Inzwischen mag ich das sehr.

      Ich bin unsicher, ob ich an deiner Stelle (du hast ja die X-T1) eine X100F holen würde. Und ich bin gespannt, wie du dich entscheidest. So lange auf von mir viel Spaß mit deiner großen!

      Jörn

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