Interview: Meinolf Schneider / Amekudzi

Viele Atari-User der ersten Stunde werden sich noch an Meinolf Schneider erinnern. Aus seiner „Feder“ stammen Esprit, Spacola und BOLO, das als bestes gewaltdarstellungsfreies Computerspiel ausgezeichnet wurde. Später kam dann noch Oxyd. Meinolf heißt inzwischen Amekudzi und was sich sonst noch verändert hat, erzählt er im folgenden Interview.

Meinolf, der Atari (ST) ist seit über 20 Jahren Geschichte. Was hast du seit dem gemacht und wie präsent sind die alten Zeiten noch für dich?

Es waren sicherlich spannende Pionierzeiten, aber für mich waren es auch entbehrliche Zeiten. Der Spielemarkt hatte damals bei weitem nicht die Größe wie heute. Zusätzlich war die Zielgruppe sehr eingeschränkt, denn das waren damals nicht die Hardcore-Gamer, sondern eher die normalen PC-Benutzer und die haben damals kaum gespielt. Meine Spiele gehörten zudem zu den wenigen, die auf dem Monochrom-Bildschirm liefen. Wer damals einen solchen Monitor verwendete, nutze den Atari eher professionell. Viele Musikstudios, Autoren oder Grafiker setzten damals den Atari ST ein.

Das alles hat sich mittlerweile extrem gewandelt, insbesondere durch die Smartphones werden Spiele nun auf breiter Front gekauft. Es war damals alles andere als einfach, mit Atari-Spielen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich habe heute das Gefühl, dass ich damals zur falschen Zeit am richtigen Ort war. Auch wenn viele Leute glauben, dass ich durch meine Spiele viel Geld verdient habe – die Realität sah leider anders aus.

Was mich aber freut, ist, dass ich da doch so einiges bewegt habe. Insbesondere Oxyd hat viele Menschen dazu bewogen, mal quer zu denken. Es war eines der ersten Spiele, die ohne Regeln auskamen bzw. das Herausfinden der Spielregeln selbst zum Spiel gemacht haben. Dieses Konzept ist aktuell bei vielen Smartphone-Games zu finden, nicht zuletzt, weil derartige Spiele sofort und schnell mal zwischendurch möglich sind.

Heute verdiene ich meinen Lebensunterhalt im Wesentlichen durch Dienstleistungsarbeiten in der Serverapplikationsentwicklung. Ich erhalte aber immer wieder Mails von alten Fans, denen meine Spiele damals viel bedeutet haben und die sich nach Jahren noch mal dafür bei mir bedanken. Das freut mich natürlich besonders. Es gibt auch viele Anfragen nach Neuauflagen meiner Spiele für Smartphones.

Weißt du, wie oft Bolo verkauft wurde?

Keine Ahnung, ich schätze so 10.000 bis 20.000 Mal vielleicht. Ich hatte Bolo damals für einen Festpreis an ASH verkauft. Habe nie erfahren, wie viel wirklich verkauft wurde. Für ein deutsches Atari Spiel zur damaligen Zeit aber sicher schon ein Bestseller. Wie vorhin schon erwähnt, der Markt hat sich heute massiv geändert. Millionengewinne wie heute waren damals auf dem deutschen Atari-Spiele-Markt völlig unmöglich.

Oxyd wurde mit einem fingerdicken Handbuch mit Freischaltcodes geliefert. War das den ersten Raubkopierern zu verdanken? Hast du Zahlen darüber, wie viele deiner Spiele raubkopiert wurden?

Nein, nicht direkt. Es war mehr eine Vermarktungsidee, dass das Spiel frei kopierbar ist und der Gewinn durch den Verkauf eines Buches erwirtschaftet wird. Zudem konnte man das Buch zum verminderten Mehrwertsteuersatz von 7 % anbieten. Raubkopien gab es trotzdem, sowohl als Loseblattkopien des Buches als auch gecrackte Versionen des Spiels. Letzteres konnte man meistens nachverfolgen, weil das Spiel mit einigen Tricks programmiert wurde, die die Cracker nicht gefunden hatten. Dies führte dazu, dass die Spieler dann in einem bestimmten Level hängenblieben und meistens bei uns in der Hotline anriefen …

Ich denke, dass auch heute von der Industrie die Diskussion über Kopierschutz einfach kontraproduktiv ist. Ich beispielsweise kaufe keine Blue Rays oder CDs, weil mir diese Gängelung unfair erscheint. Nach deutschem Recht darf ich nicht einmal eine kopiergeschützte, gekaufte CD auf meinen MP3-Player überspielen. Meine Erfahrung von damals ist, dass Leute, denen das Produkt gefällt, auch gerne dafür bezahlen. Diejenigen, die raubkopieren, würden dafür auch nie etwas bezahlen. Langfristig fährt man als Hersteller mit einer fairen Verkaufspolitik besser.

Android oder iOS – Welches ist heute warum die attraktivere Plattform?

Es kommt darauf an, aus welcher Perspektive man es betrachtet. Als Entwickler für eine normale App ist iOS sicher die interessantere Plattform. Allein das Problem der vielen verschiedenen Geräte auf dem Android-Markt macht es für einen Entwickler fast unmöglich zu garantieren, dass eine App auch immer läuft. Und wenn Kunden eine App kaufen, möchten sie ja auch, dass diese funktioniert. Die iOS-Landschaft ist da viel übersichtlicher. Als Entwickler ist es unmöglich, seine App auf allen Android-Geräten und Android-Versionen zu testen. Um das Risiko zu mildern, bleibt dann eigentlich nur, eine App über Werbung zu finanzieren und nicht zu verkaufen.

Für einen Entwickler ist Android allerdings sinnvoll, wenn man nur eine eng begrenzte Lösung programmieren möchte, z. B. für ein bestimmtes, sehr günstiges Gerät oder man die Offenheit des Android-Systems nutzen möchte. Beispielsweise ist es leider ohne Jailbreak völlig unmöglich, einen Wii-Controller an das iPad anzuschließen. Ich hatte mal die Idee, das Wii-Balance-Board mit dem iPhone als Waage umzufunktionieren, und bin damit kläglich gescheitert. Da setzt Apple meiner Meinung nach viel zu enge Grenzen. Es ist auch völlig unverständlich, warum keine USB-Midi-Geräte an das iPhone angeschlossen werden können, was ja sogar in einer iOS 5er-Betaversion mal funktionierte.

Als reiner Anwender sieht die Sache noch etwas anders aus. Mir persönlich gefällt das iOS wesentlich besser; beim Look&Feel hinkt Android doch noch stark hinterher.

Für völlig unbedarfte Kunden ist die iOS-Oberfläche sicher einfacher zu benutzen. Und ich finde, dass es für das iOS auch die besseren Apps gibt. Bei Android sehe ich derzeit den Preis als wesentliches Argument für die Kunden.

oxyd

Aus heutiger Sicht war der ST eine furchtbar lahme Möhre – 8 MHz. und als Speichermedium gab’s lediglich ein Diskettenlaufwerk – trotzdem war der Atari damals unheimlich beliebt. Was war das Besondere an diesem Computer, und warum erinnern sich auch heute noch so viele User so gern an die alten Zeiten?

Aus Entwicklersicht erinnert man sich gerne an dieses Zeiten. Damals war es noch Programmierung von der Pike an aufwärts. Der ganze Rechner gehörte dem Programm, das gerade lief. Das Programmieren hat sich seitdem sehr stark verändert. Damals gab es beispielsweise keine Bibliotheken für die Spieleprogrammierung, auf die man hätte zurückgreifen können. Alles musste selbst erstellt werden, die Sprite-Funktionen, das Steuern des Lautsprechers und der Timer mussten mit Prozessor-Interrupts programmiert werden und selbst die Schnittstelle zur Maus musste man selbst erstellen. Da hat man eine ganze Menge gelernt. Viele junge Programmierer haben heutzutage noch nie auf diesem Level gearbeitet, was ich fatal finde. Diese Erfahrungen möchte ich nicht missen und nutze sie noch heute bei meiner Arbeit. Deshalb erinnere ich mich auch gerne an diese Zeiten.

Was die normalen Atari-Benutzer angeht, denke ich, dass es aber auch einfach mit dem Lebensalter zu tun hat. Es gab viele junge Menschen, die den Atari mochten. Man hatte mit dem Gerät Spaß und somit sind viele Jungenderinnerungen damit verbunden. Im Alter vermitteln Erinnerungen an Dinge, die man in der Jungend geliebt hat, immer einen merkwürdigen und wehmütigen Eindruck.

Schaut man sich heute Computerspiele an, wird man oft schon von der  Grafik beeindruckt. Die Grafik ist allerdings nicht allein für ein gelungenes Game verantwortlich. War die geringe Leistung des Ataris damals ein Grund dafür, dass mehr auf den Spielspaß geachtet wurde?

Eigentlich nicht. Schlechte Spiele gab es schon immer. Und die Grafik hatte auch schon damals Spaß gemacht. Auch wenn es keine fotorealistischen Grafiken gab, waren die Effekte für die damaligen Verhältnisse sehr reizvoll, denn so etwas gab es vorher noch nicht für den privaten Gebrauch und zu einem erschwinglichen Preis. Bis zum Atari ST waren eigentlich nur Blockgrafiken auf dem Fernseher möglich. Erst der Atari ST erlaubte es, Spiele „hochaufgelöst“ mit 60 Bildern die Sekunde laufen zu lassen. Das erzeugte mit der Maus und der Kugel ein sehr realistisches Gefühl.

Rückwirkend finde ich übrigens diese harte, reine Monochromgrafik ohne Grauwerte doch sehr faszinierend. Das hat mit Sicherheit zum eigenständigen Charakter der Spiele beigetragen. Die Sprites wurden damals ja auch ganz anders hergestellt als heute, da wurde jedes Pixel einzeln von Hand gesetzt, ohne Pinselmalprogramme und ohne Render-Apps.

Ob dieser spezielle Monochromgrafik-Look auch heute noch Freunde finden würde? Das wäre ja fast wie Instagram für Spiele …?

Sollte ich eines meiner alten Spiele für Smartphones umsetzen, dann wird es sicher einen Retro-Modus geben, der die Originalgrafik anzeigt 😉 Wenn man ein ganzes Spiel nur in diesem Look entwickeln würde, dürfte es wohl nur ein recht einfaches Spiel sein, da ich denke, dass da die Zielgruppe doch recht klein wäre.

Hast du noch einen Atari zu Hause und spielst damit die alten Games?

Letzte Woche hatte ich meinen alten Atari nach 15 Jahren vom Dachboden geholt, weil mir irgendwie die Quellcodes von Spacola abhandengekommen sind. Ich hoffte, dort noch etwas zu finden. Leider ohne Erfolg. Mein alter ST lief sogar noch. Ich musste aber feststellen, dass ich mich da nicht mehr so richtig zu Hause fühle. War schon merkwürdig, nach so vielen Jahren mal wieder die GEM-Oberfläche zu bedienen. Da merkt man erst, was sich in den letzten Jahren so alles getan hat …

Zum Spielen komme ich zeitlich sowieso nicht mehr – ab und an mal auf dem iPad oder mit meinem kleinen Sohn auf der Xbox, aber sicher nicht auf dem Atari.

In deinen Augen: Was hat Atari damals falsch gemacht?

Aus der Sicht der Firma Atari war die Entscheidung, das Computergeschäft aufzugeben, sicher richtig – auch wenn es den Benutzern und Firmen, die sich vor allem in Deutschland dem Atari ST verschrieben hatten, viele Probleme bereitete und Enttäuschungen verursachte. Atari war halt ganz anders aufgebaut als Apple, die ja damals auch ihre Schwierigkeiten hatten, aber durch das höhere Preissegment auch eine bessere Ausgangssituation besaßen. Das gleiche galt für Commodore. Hätte Atari nicht aufgegeben, wären sie sicher ebenso Pleite gegangen. Dazu kommt, dass Atari nie die guten Entwickler hatte. Im Grunde war es nur ein wirklich fähiger Mann, der den ST entwickelte. Das Betriebssystem wurde einfach dazugekauft, richtige Weiterentwicklungen gab es da nie. Es wurde halt nur möglichst schnell, möglichst günstig verkauft. Im Grunde war der Atari ST ein Hit&Run-Geschäft. Das ist OK, wenn man schnell Geld verdienen will und keine anderen Ziele hat.

Wäre eine TOS-Emulation auf dem iPad möglich? Wo wäre der Sexappeal für so eine Atari-Emulation?

Ich meine, dass das sogar schon programmiert wurde. Apple setzt da aber einen Riegel vor. Emulatoren sind im App-Store nicht erlaubt. Ich glaube aber auch nicht, dass es so viel Sinn macht. Für den PC gibt es ja genügend Emulatoren. Für die wenigen Programme, die man dann gerne auf dem iPad oder iPhone nutzen möchte, wäre dann eine Neuentwicklung sinnvoller. Nicht zuletzt, da man dann ja auch gerne eine optimale Touch-Unterstützung anbieten möchte.

Alte Betriebssysteme wecken nicht nur schöne Erinnerungen, sondern gehören letztlich irgendwie auch zum Kulturgut. Sollten diese ehemaligen Computer-Biotope per Emulator geschützt und erhalten werden?

Ich befürchte, dass ohne Emulatoren Kulturgüter verloren gehen. Die ganzen alten Programme und Spiele sind irgendwann nicht mehr zu bestaunen, nur weil man die Daten nicht mehr von den alten Datenträgern abgreifen kann oder keine funktionsfähige Hardware mehr zur Verfügung steht. Und gerade Spiele betrachte ich auch als ein Kulturgut, egal ob nun klassisch oder elektronisch.

Ich freue mich heute, dass es Webseiten und Projekte gibt, die meine Ideen weiterleben lassen. Damals hatte ich das nicht so gesehen, es ging ja um mein Einkommen. Heute kann ich das anders sehen und unterstütze diese Projekte. So gibt es beispielsweise eine Webseite, auf der das alte Bolo in Javascript nachprogrammiert wurde. Oder „Enigma“, wo es eine große Fangemeinde gibt und die alte Idee sogar richtig schön weiterentwickelt wird.

Ganz fatal finde ich die Geschäftspolitik von Apple. Es gibt viele Leute, die gratis dafür arbeiten würden, dass es Emulatoren für die alten Mac OS-Versionen gibt. Einige meiner Spiele sind ja auch für dieses OS portiert worden, die laufen auf den aktuellen Macs nicht mehr. Aber Apple verbietet diese Entwicklungen und stellt sogar Rosetta ein, mit dem zumindest noch einige Programme funktionsfähig gehalten werden könnten. Apple bräuchte nichts zu investieren, nur die Rechte für die Nutzung in Emulatoren freizugeben. Tun sie aber nicht. Wirklich traurig, sie zerstören damit ihre eigene Geschichte.

Deine Atari-Zeit ist Vergangenheit, du hast mir aber verraten, dass du an neuen Projekten arbeitest. Magst du erzählen?

Ja, in den letzten Jahren habe ich bereits einige Projekte für das iOS realisiert. Mein Problem ist, dass ich mit so vielen anderen Projekten beschäftigt bin, dass für die iOS-Spieleprogrammierung nur wenig Zeit bleibt. Aber ich bleibe dran. Ob eine der alten Spielideen wirklich wieder auferweckt wird, weiß ich noch nicht. Ich habe halt sehr viele neue Ideen. Mal schauen.

Danke für das Gespräch

Jörn Daberkow

Ergänzende Links

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetisches Codes und keine freie Entscheidung.

8 Kommentare

  1. Andreas
    25. März 2012

    Oh man, Oxyd. Wie lange ist das her. Ich erinnere mich noch gut daran, wie mir der Schreck in die Glieder fuhr, wenn eine dieser Kugeln mal wieder mit einem Klirren zersprungen ist. Witzig waren auch die Streitereien, welche Rechner nun der bessere ist (bzw. war), der Atari ST oder der Commodore Amiga. Aber immerhin war der Atari ST um 0,2 Mhz schneller getaktet als der Ur-Amiga, wenn ich mich richtig erinnere. Also eine richtige Monstermaschine. 😉

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    1. Jörn
      25. März 2012

      Hi Andreas,

      ich erinnere mich noch daran, dass ich vor einer Kaufentscheidung für den ST und den Mega STE stand. Die erste Maschine war schon ein Auslaufmodell und hatte 8 MHz. Der Mega STE war mit 16 MHz. doppelt so schnell – und hatte eine integrierte Festplatte (30 MB). Ich dachte, die bekomme ich nie voll (was auch stimmte!). 🙂

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  2. Andreas Steinbacher
    6. April 2012

    Toll wieder was von Meinolf Schneider zu hören. Ich hatte damals auch Oxyd 1&2 auf dem Atari ST und ich war von der Grafik, vom Gameplay und der Idee fasziniert. Schön zu lesen, daß er auch weiter aktiv ist. Schade, daß man damals nicht reich werden konnte als Entwickler. Ob sich auf iOS die Spielidee von Oxyd millionenfach verkaufen könnte?

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  3. Jörn
    7. April 2012

    Hallo Andreas,

    die Chancen für millionenfache Verkäufe sind auf iOS bestimmt größer, als damals auf der Atari Plattform – siehe z. B. auch die beiden Pixelmator-Entwickler.

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  4. Michi
    10. April 2012

    Ja, es ist schade, dass Meinolf Schneider mit seinen damaligen Spielen nicht reich werden konnte. Esprit erhielt ich – als mein wohl erstes Spiel – mal irgendwo als Kopie, Oxyd und Oxyd 2 habe ich nach Esprit beide gekauft. Das Dongleware-Konzept hielt ich für sehr gelungen und auch sehr schön in den Spielen umgesetzt (nicht nur liebloses 3-Buchstaben-abtippen, sondern in ein paar Landschaften tatsächlich magische Steine, die man besser *nicht* zerstört hat, weil z. B. ein Rotor drunter war).

    Was ich sehr schade finde, ist, dass die meines Erachtens sehr interessante „Spermbird“-Idee aus Esprit (der Gegner, der u. a. systematisch Labyrinthe absuchen konnte) in Oxyd nicht weitergeführt wurde. Ich hätte mir z. B. sehr gut vorstellen können, dass – ähnlich wie in Pacman – auch mehrere Spermbirds zusammenarbeiten und die Kugel in einem Labyrinth systematisch einkreisen können. Vielleicht werde ich das mal für enigma umsetzen.

    Die Oxyd-Idee wäre übrigens meiner Meinung nach auf Smartphones sehr passend. Ich hab selbst einen inoffiziellen enigma-Port für Android erstellt. Selbst ohne grosse Anpassungen, nur mit einem leicht angepassten GUI und der Steuerung über das Accelerometer macht das schon sehr viel Spass. Für ein neues Spiel könnte man die Neigung des Spielfelds (statt der Steuerung der Kugeln) noch konsequenter umsetzen. Ich seh da durchaus Potential.

    Bezüglich Android und iOS kann ich mich Meinolf Schneiders Meinung nur anschliessen. Ich selbst besitze nur Android-Geräte, weil ich deren Offenheit schätze. Das beginnt beim Koppeln beliebiger Geräte per Bluetooth (kann iOS inzwischen Dateien per BT/OBEX transferieren? Bis vor einiger Zeit war das mindestens mit Bordmitteln nicht machbar), geht weiter über die Veröffentlichungsrichtlinien für den App Store und endet nicht bei der Tatsache, dass iOS-Entwicklung praktisch nur unter Mac OS X sinnvoll möglich ist.

    Wenn man aber Apps verkaufen wollte, klar, dann ist iOS besser aufgrund der homogenen Gerätelandschaft. Ein kostenloses, auf ein paar Geräten getestet App haut man bei Android einfach mal in den Market, wenns auf einem Gerät nicht läuft (weil das Seitenverhältnis des Bildschirms nicht passt, das Gerät zu langsam ist …), dann ist das keine Katastrophe. Will man Apps verkaufen, dann sollten sie natürlich auch auf allen als kompatibel markierten Geräten getestet sein und laufen.

    Bis zu einem gewissen Grad ist die iOS-Landschaft übrigens ähnlich der ehemaligen Atari-Landschaft. ST-Kompatible Ataris gabs gerade mal eine Handvoll. Als Entwickler konnte man seine Software notfalls auf allen diesen Geräten testen. Ebenso verhält es sich bei den iOS-Geräten, während die Android-Landschaft ähnlich inhomogen wie die Windows-Landschaft ist.

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  5. Nicole Wünsche
    13. Februar 2014

    In unregelmäßigen Abständen schaue ich nach, ob’s im www den guten alten Spieleklassiker „Esprit“ eeendlich auch für den Windows-PC und/oder das Android-Smartphone erhältlich sei. Doch bisher gibt es das ja (noch?) nicht :'(

    Aber heute wurde meine Suche ein wenig belohnt: Wow, ein Lebenszeichen von Meinolf!!! *ganzdollfreu* – Und dann auch noch mit Interview und Foto … Schön. Mein erstes Bild von ihm und ich hab’s mir gleich gespeichert in meinem Promi-Album (in das es bisher nur Ingo Oschmann,Cyndi Lauper und – grins – Freddie Kruger geschafft haben).

    Daaanke:-)

    Und jaaa,ich wäre bereit, Esprit zu erwerben,gerne wieder in monochrom. Hab sogar schon drüber nachgedacht, mir nur wegen des Spiels (ja,ich habe die Diskette noch *theatralischseufz*) nochmal einen Atari zu besorgen.
    Wann aufersteht der Geist wieder???

    Ganz liebe Grüsse an alle hier auf dieser Seite 😉 B-)

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  6. Michael
    2. April 2014

    Sieh an, was für eine Überraschung! Ich habe Bolo und Oxyd geliebt! Atari ST, schon wieder etwas Gemeinsames in der Historie ;-)

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    1. joern
      2. April 2014

      Ja, offenbar haben wir doch so einige Gemeinsamkeiten. 🙂

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