Jörn Daberkow

Monsterschatten

Und wieder eine Radtour. Die gewohnte Route. All die Straßen namens „Feldweg sowieso“. Mitten durch den Wald. Ich liebe es. Diesmal am Abend. Ich will schönes Licht und bekomme schönes Licht. Die Sonne steht perfekt. Hinter mir. Kein Gegenlicht. Ich fotografiere zügig. Erfahrungsgemäß hält so gutes Licht immer nur kurze Momente. Und während ich fotografiere, vergesse ich die Zeit. Wieder mal. Plötzlich finde ich keine Motive mehr. Das Licht hat sich verändert. Als ich das bemerke, weiß ich auch warum. Es ist spät und ich bin allein. In diesem Moment kippt der Nachmittag in die Nacht …

Die Schatten Abseits des Lichts werden zu Monster-Verstecken. Ich spüre ihre Augen in meinem Rücken. Sie sind schnell. Immer wenn ich mich blitzartig umdrehe, nutzen sie Bäume oder Hügel als Versteck. Aber warum? Wozu verbergen sie sich? Ah, ich verstehe!  Das ist ihr Konzept. Die Vorfreude. Sie haben mich längst in der Tasche, doch sie wollen die Jagd genießen. Alles klar, ich hab’ euch durchschaut. Verdammte Brut!

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Jörn Daberkow

kontrastkammer iBook

Kategorien Schriftwerk

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetisches Codes und keine freie Entscheidung.

4 Kommentare zu “Monsterschatten

  1. Hey, du solltest wieder mehr Geschichten schreiben! 😉

  2. Wunderbar! Oft selber schon so erlebt aber nie so herrlich aufgearbeitet 🙂
    Ich würde exakt dies gerne mal in einer Lesung von dir erleben.. hast du sowas schon mal angedacht?

    • Jörn Daberkow

      Hi Oliver,

      danke!

      Eine Lesung? Nein. Ich glaube, der Text wäre auch zu schräg … 🙂

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