Jörn Daberkow

Schnipsel

Mein neues iBook nimmt Gestalt an. Leider ergeben sich nahezu täglich neue Erfordernisse, übernommene Bilder noch mal von Grund auf zu optimieren. Das hat bis heute dazu geführt, dass ich über 1.000 Fotos noch mal neu optimiert habe. Die sind nun teils marginal verbessert, teils aber auch substanziell schöner anzusehen. Damit bin ich noch nicht fertig. Auch so mancher Text blieb nicht völlig unberührt. Zwischendurch ein paar Gedanken von außerhalb der aktuellen iBook-Hölle …

Bei Neuanschaffungen fragt man oft nach der Rechtfertigung. Außerhalb von Spaß und Schick. Es muss einen Grund geben. Irgendeine Verbesserung, die die Geldausgabe rechtfertigt. Im schlimmsten Fall auch nachträglich. Mein iPad Pro 12,9″ ist – ein bisschen – ein solcher Fall. Ich wollte es, weil es geil ist ich meine Bilder damit noch besser unterwegs anschauen und optimieren kann. Und weil ich zeichnen möchte. Und im Idealfall sollte es auch schneller sein.

Schneller? Ja, denn wir leben nunmal in hektischen Zeiten. Wisst ihr ja alle. Kaum etwas darf länger als einen Augenblick dauern. Minuten an der Kasse? Minuten an der Ampel? Minuten auf dem Weg zum Parkplatz? Geht ja gar nicht!

Wenn ich auf Reisen fotografiere und in der Unterkunft meine neuen Bilder durchsehen möchte, ist Geduld gefragt, denn mein iPad Air hat sich beim Import immer reichlich Zeit gelassen. Definitiv länger, als ich je in irgendeiner Schlange vor einer Supermarktkasse warten musste.

Und das iPad Pro 12,9″? Für mein kommendes iBook habe ich kürzlich 770 Bilder im RAW-Format auf mein iPad Pro 12,9“ importiert. Es ging darum, beim Editing in Snapseed und Co einen Look zu finden, der gefälliger, als der aus Lightroom ist. Das ist nicht gelungen. Die Lightroom-Versionen gefallen mir dann doch besser.

Was aber die Geschwindigkeit betrifft, bin ich ziemlich beeindruckt. Das neue iPad Pro 12,9″ hat für den Import von 770 Bildern (zum größten Teil 20 MP-Fotos) 26:22 Minuten benötigt. Das klingt jetzt nicht nach Lichtgeschwindigkeit, ist im Vergleich aber krass schnell. Zumindest hier merkt man die Verbesserung gegenüber älteren iPads extrem deutlich.

Zeichnen … Das macht Spaß! Ich beschäftige mich intensiv mit Procreate. Faszinierend ist, welche Möglichkeit diese App bietet. Leider sind meine Zeichenkünste nicht nur eingerostet – sie sind verstorben. Vor Jahrzehnten. Ich bemühe mich gerade um neue Fähigkeiten.

Momentan geht’s in der Hauptsache darum, die unterschiedlichen Pinsel und deren Wirkung kennen zu lernen. Ich beschäftige mich mit Ebenen und mit dem „Perspektive-Raster“. Das ist kein Nebenbei-Hobby, sondern eine eigene Großbaustelle. Wie Fotografie, Musikproduktion oder Video.

Neben der iBook-Produktion und Zeichnen beschäftige ich mich auch noch mit anderen Dingen. Zum Beispiel mit …

Kniebeugen! Jeder, der hier regelmäßig mitliest weiß, dass ich Kniebeugen liebe. Ich habe mein Training nun aber umgestellt. Nach einer sehr langen Pause konnte ich gestern mein erstes Etappenziel erreichen. 50 Wiederholungen in einem Satz mit 50 Kg. auf dem Rücken. Die Ausführung ist identisch wie bei den Atemkniebeugen. Am tiefsten Punkt stehen die Oberschenkel parallel zum Boden. Von der Kraft war das leicht zu bewältigen. Konditionell empfand ich es als nicht ganz so locker. Ich habe geschnauft. Natürlich möchte ich die Zahl der Wiederholungen und die Gewichte deutlich erhöhen.

Abschließend doch noch ein paar Worte zu meinem kommenden iBook …

Es wird ziemlich umfangreich sein. Bislang habe ich 167 Seiten. Wie viele es zur Veröffentlichung sein werden, kann ich noch nicht sagen. Womöglich kommt noch einiges dazu und vielleicht fliegen schon eingebundene Inhalte doch wieder raus. Es ist auch einiges dabei, was ihr noch nicht kennt.

Momentan gehe ich noch von einigen Wochen, womöglich sogar Monaten Arbeit aus. Manchmal nervt mich dieser „Ausblick“ und manchmal wünsche ich mir, bevorstehende Reisen vorziehen zu können – damit ich die Bilder habe. Aber die bringe ich dann nachträglich per Update.

Jörn Daberkow

Kategorien iBooks Weltliches

Fotografie und Musik sind ein substanzieller Teil meines genetisches Codes und keine freie Entscheidung.

8 Kommentare zu “Schnipsel

  1. Hallo Jörn,

    zu einer Sache in deinen Schnipseln: Ich habe neulich mal in Lightroom auf dem großen iPad – die App kann inzwischen ja fast so viel wie die Desktop-Version – Fotos zu bearbeiten versucht. Ging ganz gut, aber irgendwie sagen sie dann auf den Computer nicht so gut aus. Mir ist auch mit 12,9 Zoll das Display zu klein … Und irgendwie komme ich mit Helligkeit und Farbdarstellung auf dem iPad nicht so zurecht. Also über den 5k-iMac lasse ich einfach nichts kommen!

    Viele Grüße

    Ulf

    • Jörn Daberkow

      Hallo Ulf,

      was den 5K-iMac betrifft, bin ich ganz bei dir. Tolles Gerät. Den hätte ich auch gern! Er ist halt ein bisschen unbequem zum Mitnehmen. Da ist dann das iPad Pro die bestmögliche Alternative. 🙂

      Jörn

      • Wo ist das Problem? Man kann die Fotos ja zu Hause bearbeiten … Erfordert nur etwas Geduld. Und im Urlaub kann man auf dem iPad oder MacBook ja schon mal etwas rumprobieren. Dank CC kann man die Sachen ja synchronisieren …

        • Jörn Daberkow

          Kein Problem, aber du hast es ja selbst schon mal gesagt: Ich plane meine Fotoreisen immer sehr sorgfältig. Im Idealfall schaue ich noch am selben Abend, ob ich gutes Material eingefangen habe, oder ob ich eventuell noch mal zu einer Location muss. Das hat mit Geduld eher weniger zu tun. Ich möchte nicht erst daheim feststellen, dass meine Bilder nicht in Ordnung sind.

          • Ja, dann ist das natürlich verständlich …

            • Jörn Daberkow

              Mit so einem großen iPad Pro lässt sich das dann auch schön beurteilen.

              Ich finde es übrigens auch ziemlich groß. Man muss sich wirklich dran gewöhnen – aber es ist trotzdem total klasse.

              • Ja, es ist ein Monster, und nicht für alle Lebenslagen tauglich. Aber Fotos bearbeiten geht damit deutlich besser als mit 9,7 oder 10,5 Zoll.

              • Jörn Daberkow

                Ja, stimmt schon. Ich suche auch immer noch nach einer Tasche, die das Gerät sicher beherbergt und nicht zu teuer ist. Ansonsten mag ich die große Version auch lieber zum Zeichnen. Das bringt viel mehr Spaß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.