Willst du den gelben Senf, oder den dunklen?

In dieser Woche werde ich unglaubliche 49 Jahre alt und anlässlich dieses Ereignisses (oder war‘s das gute Wetter?) bin ich heute mal wieder losgegangen, um im Klövensteen (ein großer Wald bei mir um die Ecke) ein paar Bilder zu machen – Herbstbilder, um genau zu sein. Ich wollte vor allem dieses fantastische Leuchten der gelben Blätter einfangen. Bei einem bestimmten Lichteinfall kann das Gelb der Blätter so intensiv werden, dass es wirklich blendet …

Als ich den Wald dann erreichte, war ich allerdings so in Gedanken versunken, dass ich gerade noch mein recht schweres Fotoequipment bemerkte, aber mir in zweieinhalb Stunden Wanderung (meine Füße tun weh!) kein einziges Motiv begegnet ist. Und wenn doch, habe ich es beim Sinnieren wohl übersehen …

49 Jahre … Unfassbar, dass das mich betrifft! Ich komme mir überhaupt noch nicht so alt vor (währen da nicht meine Füße). Ich hab‘ bei diesem Spaziergang darüber nachgedacht, wo ich jetzt eigentlich stehe und was ich in meinem Alter wohl noch bewegen kann. Ziele habe ich noch einige, aber da ist auch so ein störendes Gefühl, das mir sagt, dass ich eben nicht mehr alle Zeit der Welt habe (wie man das als Teenie bisweilen denkt). Zeit ist nahezu unbemerkt immer kostbarer geworden …

Der vollständige Beitrag ist in das kontrastkammer-iBook umgezogen.

Jörn Daberkow

kontrastkammer iBook

2 Comments on “Willst du den gelben Senf, oder den dunklen?

  1. Das ist es ja gerade! Daß die Zeit, das Leben endlich ist, führt erst dazu, daß wir damit etwas anfangen. Wäre beides unendlich, was hätte es für einen Wert?

  2. Ja, ja – aber es gibt doch diese Menschen die sagen, dass der Tag auch gern 48 Stunden haben könnte – und ich hätte auch gern eine Verlängerung – nicht der Tage, aber – um es mit den Worten von Roy Batty (Blade Runnder) zu sagen: „Ich will mehr Leben, Vater“!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.